Skip to content

Kykladen: Inselguide für die Ägäis

Kykladen sind eine Inselgruppe in der Ägäis. Sie zählen zu den beliebtesten Urlaubszielen weltweit und bieten Reisenden viel Abwechslung. Viele Inseln teilen typische Merkmale wie die traditionelle kykladische Architektur, enge Kopfsteinpflastergassen, archäologische Stätten sowie historische, religiöse und natürliche Sehenswürdigkeiten – dazu Küstendörfer, Bergdörfer und lange Strände. Gleichzeitig hat jede Insel ihren eigenen Charakter.
Die Kykladen sind außerdem ideal zum Segeln: Es gibt zahlreiche Buchten und Häfen zum Ankern und Tanken, und auf vielen Inseln auch eigene Marinas für private Boote. Ob lebhaft und aufregend oder ruhig und erholsam – hier findet jeder die passende Insel, egal ob Familienurlaub, Trip mit Freunden, zu zweit oder allein.
Die wichtigsten Kykladeninseln sind: Amorgos, Anafi, Andros, Paros, Antiparos, Dilos, Ios, Kea, Kimolos, Milos, The Small Cyclades (Donousa, Folegandros, Koufonissia and Syros), Mykonos, Naxos, Santorini, Serifos, Sikinos, Sifnos und Tinos.

Amorgos
Amorgos ist die östliche Insel der Kykladen. Sie liegt beim Sailing Park of Small Cyclades und ist ideal für ein unvergessliches Erlebnis mit Segelyacht – sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Segler. Amorgos ist eine Art Brücke zum Dodekanes und liegt sehr nah bei Astypalea. Die Küstenlinie umfasst 112 km felsiges Gelände. Wilde Berglandschaften treffen auf grüne Täler – das gibt der Insel ihren besonderen Reiz. Die Strände von Amorgos sind für ihre Sauberkeit bekannt; tiefblaues Ägäiswasser und schroffe Felsen schaffen eine perfekte Kulisse zum Abschalten.
Die Insel hat zwei natürliche Häfen: in der Bucht von Katapola und einen weiteren in Amorgos. Durch ihre geografische Lage mit Blick Richtung ionischer Städte (Ephesus, Halicarnassus, Militos) war Amorgos eine frühe Station der ionischen Stämme, die durch die Kykladen zogen. Ruinen der drei antiken Städte Arsekinis, Egialis und Minoa zeigen wichtige Etappen der Inselgeschichte. Wie viele Kykladen stand auch Amorgos unter Venezianern und Osmanen und hatte mit Piraten zu tun – dennoch bewahrte die Insel ihre Identität und kykladische Kultur, sichtbar in Architektur und Lebensstil.

Milos
Milos liegt südwestlich der Kykladen und ist die fünftgrößte Insel. Ihre Form erinnert an ein Hufeisen; der Hafen Adamas gilt als einer der größten und sichersten Naturhäfen im Mittelmeer.
Vulkanischer Boden, ungewöhnliche Felsformationen, starke Farben und traumhafte Strände mit hellen Sandflächen und vom Meer geformten Felsen ziehen Besucher aus aller Welt an. Milos besitzt reiche Bodenschätze: Besonders der Abbau von Obsidian, einem schwarzen glasartigen Gestein, trug in der Antike zum Wohlstand bei. Die Insel zählt zu den ältesten Bergbauregionen des Mittelmeers. Ruinen antiker Städte und archäologische Funde geben Einblicke in ihre Vergangenheit. Im Sommer machen in den ruhigen Kaps und Buchten viele Yachten auf den Ägäisrouten fest.

Kimolos
Kimolos ist ein noch wenig entdecktes Paradies. Die kleine Insel mit beeindruckender Natur gehört zu den südwestlichen Kykladen und liegt ganz in der Nähe von Milos.
Als Vulkaninsel bietet Kimolos eine besondere Vielfalt an Gesteinen – darunter Perlit, Kaolin und auffällige weiße Felsen, genannt Bentonit. Außerdem gibt es Vorkommen von Halbedelsteinen wie Amethyst, Quarz und Opal.
Neben der „Steinvielfalt“ ist die Insel auch für ihre Flora und Fauna bekannt: An den Küsten des Mittelmeers finden Robben Rückzugsorte; zudem kann man seltene Arten wie die Viper lepetina, die blaue Eidechse und die goldene Eule antreffen.
Kimolos hat Strände für jeden Geschmack – feiner Sand, Kies und Felsküsten. Aliki und Bonatsos zählen zu den größten Sandstränden der Insel. Agios Georgios mit weißem Sand gehört zu den spektakulärsten Szenerien. Manche kleinen Häfen mit versteckten Stränden sind nur per Boot erreichbar. Anlegen kannst du im Hafen von Kimolos, Psathi. Rund um die Insel lohnen sich die Strände von Panagia, Mersin, Mandra, Monastiria und Agioklima. Sehenswert ist auch die eindrucksvolle Meeresgrotte Gerakia.

Andros
Andros hat eine sehr eigene Identität. Mit Naturreichtum und bedeutenden Monumenten, die von einer glanzvollen Geschichte erzählen, hat die Insel internationale Bekanntheit erlangt und ist ein beliebtes Urlaubsziel.
Sie ist die nördlichste Kykladeninsel und nach Naxos die zweitgrößte. Andros ist – anders als viele andere Kykladen – grün und fruchtbar: Olivenhaine und Obstfelder schaffen Landschaften, die man so auf anderen Inseln selten findet. Andros ist außerdem für seine vielen Quellen und fließenden Gewässer bekannt. Das ganze Jahr über gibt es kulturelle Veranstaltungen, und das Museum für zeitgenössische Kunst gehört zu den lohnenden Stopps.
Rund um Andros warten traumhafte Strände mit goldenem Sand und klarem Wasser. Viele kommen auch zum Segeln: Dank des aktiven Yacht Clubs findet hier eine internationale Regatta statt, am letzten Augustwochenende. Mit dem Boot kannst du in Gavrio ankern und Gavrionisia außerhalb der Bucht von Gavrio besuchen.

Folegandros
Folegandros liegt zwischen Milos und Sikinos. Die bergige Insel mit felsigem Boden lebt von ihren Kontrasten: wilde Berge, idyllische Strände, grüne Abschnitte und weiße Häuser ergeben zusammen eine besondere Schönheit.
Ihre Geschichte verliert sich in der Zeit. Auch ohne große archäologische Stätten und Monumente hat die Insel eine Ausstrahlung, die man anderswo kaum findet.
Chora mit der venezianischen Burg und dem traditionellen Ortsbild, der malerische Hafen Karavostastis sowie Agali und Ano Mera – kleine Dörfer mit viel Charakter. Die Strände und Landschaften wirken ruhig und entspannend. Agali ist ein sicherer Ankerplatz bei Nordwinden. Vorsicht bei Garbi: Wenn das Wetter umschlägt und am Nachmittag/Abend Bounatsa einsetzt, kann die See anschwellen.

Syros
Syros, die Hauptstadt der Kykladen, ist ein ideales Ziel für kurze oder längere Urlaube und bietet viele Möglichkeiten. Die Entfernung zum Hafen von Piräus beträgt 80 Seemeilen.
Syros (oder Syra) liegt nordöstlich von Andros, Tinos, Mykonos, Naxos und Paros; im Südwesten bzw. Westen befinden sich Sifnos, Serifos, Kythnos und Kea.
Der Haupthafen Ermoupoli war einst der erste Handelshafen Griechenlands. Die Stadt ist auf zwei Hügeln gebaut. Prächtige neoklassizistische Gebäude, gut erhaltene Herrenhäuser aus dem letzten Jahrhundert, Kirchen und traditionelle Häuser prägen den ersten Eindruck. Mit dem Boot kannst du in Ermoupolis, Finika oder Vari ankern.
Eine Inselrunde steckt voller Überraschungen: traditionelle Dörfer, Seebäder mit eindrucksvollen Villen und abwechslungsreiche Landschaften. Syros ist kosmopolitisch und touristisch gut entwickelt. Außerdem ist es das Schiffbauzentrum der Kykladen – viele Schiffe und Boote kommen für Kranen und technischen Service in die Werften von Syros.

Sifnos
Sifnos begeistert mit viel Natur, weißen Häusern, zahlreichen Kirchen und gastfreundlichen Menschen. Die Insel verbindet authentisches Kykladen-Flair mit einer ganz eigenen Identität. Ihre Geschichte spürt man in den Gassen: archäologische Stätten, Kirchen und Klöster, Landschaften und wilde Berge, lange Strände und kleine Buchten, die vor den Wellen der Ägäis geschützt sind.
Sifnos gehört zu den westlichen Kykladen und liegt zwischen Serifos, Kimolos und Antiparos. In den letzten Jahren hat die Insel einen sehr guten Ruf aufgebaut. Der Hafen Kamares ist im Sommer voller Reisender.
Kulinarisch ist Sifnos ein Highlight – sie gilt als Heimat von Nikos Tselementes, bekannt für traditionelle Rezepte. Der Hauptport ist Kamares; kleinere Häfen sind Vathi sowie die Häfen von Chersonissos, Faros und Fasolou. Beliebt sind auch Törns von Kamares zum Kloster Poulati (südwärts), vorbei an kleinen, schönen Stränden.

Ios
Ios – oder Nios, wie die Einheimischen sagen – zählt zu den schönsten Inseln der Kykladen und liegt zwischen Santorini, Paros und Naxos. Die Insel ist klein, aber landschaftlich sehr reizvoll.
Sie bietet viel: Geschichte, sichtbar an archäologischen Stätten, dazu wilde Landschaften und endlose Strände. Ios hat 86 km Küste, davon sind 32 km Strände mit kristallklarem Wasser.
Ios hat sich zu einem internationalen Ferienziel entwickelt. Jedes Jahr kommen Tausende, um die Insel zu genießen. Berühmt ist Ios auch für sein Nachtleben. Für Segler besonders attraktiv: der wohl sicherste Naturhafen der Kykladen (auch „Little Malta“ genannt) sowie viele Buchten und Strände, die sich vom Wasser aus entdecken lassen.

Santorini
Santorini oder Thira ist eine einzigartige Insel, geprägt von vulkanischer Aktivität.
Schon bei der Einfahrt in den Hafen wirkt die Kulisse wie ein Naturwunder: auf der einen Seite die wilde Welt der Vulkanfelsen, auf der anderen der kykladische Charme der Dörfer. Santorini besteht aus Thera, Therasia, Aspronisi, Palea und Nea Kameni. Sie liegt im Süden der Kykladen, 63 Seemeilen nördlich von Kreta.
Thira ist bei Seglern sehr beliebt; Segeltouren zeigen spektakuläre Küsten, Farben und geologische Formationen. Yachten können im Hafen Athiniou oder in der Marina Vlihada an der Südspitze ankern. Auch im alten Hafen von Fira (Gialos) ist Ankern möglich. Sichere Häfen sind Nea Kameni in der Bucht Kakaki sowie Armeni in Oia. Trotz des typischen Kykladen-Looks unterscheidet sich Santorini durch seine Geschichte: Die Insel wurde durch Vulkanausbrüche zerstört und neu geformt. Weltbekannt sind die Sonnenuntergänge. Jeden Sommer verbringen hier Tausende ihren Urlaub an einem Ort, der wirklich einzigartig ist.

Paros-Antiparos
Paros, die schöne und kosmopolitische Insel der Ägäis, ist ein beliebtes Sommerziel. Sie liegt im Zentrum der Kykladen und gilt als eine der schönsten und fotogensten Inseln – die drittgrößte nach Naxos und Andros.
Paros war ein Handelszentrum der Ägäis und Schnittpunkt vieler Kulturen. Es gab Zeiten großer Blüte, aber auch viele Eroberungen. Heute locken prächtige byzantinische Kirchen und Klöster sowie viel Natur: Strände und kristallblaues Wasser mit langen Sandflächen, ideal zum Baden und für Wassersport. Bekannt ist auch der Strand Pounda, der jedes Jahr Windsurf- und Kitesurf-Fans aus aller Welt anzieht.
Mit dem Boot kannst du in Parikia, Naoussa, Piso Livadi und Drio ankern. Treibstoff bekommst du in Parikia und Naoussa.
Antiparos liegt im Zentrum der Kykladen, ganz nah bei Paros, von dem es einst abgetrennt wurde. Der Hafen heißt Antiparos oder Castle und liegt an der Nordküste.
In der Antike war Antiparos als Oliaros bekannt und tatsächlich grün. Eine unbekannte Katastrophe veränderte die Topografie. Westlich von Antiparos liegen drei heute unbewohnte Inseln mit großem archäologischem Interesse: Despotico, Tsimintiri und Strogilo. Ausgrabungen auf Despotiko brachten Teile eines antiken Tempels aus der klassischen Zeit ans Licht, eine archaische dorische Säule, Marmorteile von Gebäuden, Figurinen und vieles mehr. Despotico und Strogilo sind naturbelassen und beherbergen bedrohte Arten; deshalb gehören sie zum Natura-2000-Netzwerk. Diese beiden kleinen Inseln sind perfekte Ziele für Segeltörns.

Mykonos
Mykonos ist die kosmopolitischste Insel der Kykladen – die berühmteste Insel Griechenlands und eines der bekanntesten Urlaubsziele weltweit. Die „Insel der Winde“ liegt im Zentrum der Kykladen zwischen Tinos und Naxos und ist Delos am nächsten.
Mykonos war eine der ersten griechischen Inseln, die bewusst ihr natürliches Kapital nutzte: Sonne und Meer. Besucher waren von der authentischen Schönheit und den Stränden begeistert – so wurde Mykonos zur Insel der Prominenten. Viele internationale Jetset-Größen machten hier Urlaub. Bis heute wächst der Ruf: Reisende strömen durch die Gassen und malerischen Orte.
Mykonos gilt als Königin des Clubbings – die Partystimmung beginnt oft schon bei der Ankunft im Hafen und endet erst mit der Abreise. Für Bootstouren sprechen zwei Gründe: versteckte Strände, die man nicht mit dem Auto erreicht, und viele kleine Inseln. Ein weiterer Pluspunkt ist die kurze Distanz zu Delos und Rinia – allerdings sollte man die oft starken Sommerwinde ernst nehmen.

Naxos
Naxos ist die größte und fruchtbarste Insel der Kykladen und grenzt an mehrere Nachbarinseln: im Westen Paros, im Norden Mykonos und Delos, im Süden die Small Cyclades (Heracleia, Syros, Keros, Koufonisia) sowie östlich Donousa, Strogyli und Agia Paraskevi.
Typisch für Naxos ist die ungewöhnliche Fruchtbarkeit – kein Zufall, dass Naxos in der Mythologie als Heimat von Dionysus gilt. Seit der Antike werden Orangen und Zitronen angebaut; außerdem ist die Insel für ihre Weinberge und ihren Wein bekannt. Eine Rundfahrt überrascht viele Besucher positiv: Es gibt Angebote für jeden Geschmack, von archäologischen Stätten und Monumenten bis zu Ausflügen in fruchtbare Täler und in die Berge von Za.
Segeln an der Südseite der Insel, die als besonders interessant gilt, ist eine Strecke von knapp 40 Seemeilen hin und zurück und im Sommer oft besser, da sie weniger von Winden beeinflusst wird. Wenn du vom Hauptort aus nach Süden segelst, findest du etwa eine Meile vor der Küste das Riff Frouros. Zweieinhalb Meilen vor der Küste liegt in der Bucht von Agios Prokopios ein Wrack – ein Handelsschiff, das noch aus dem Meer ragt. Segle nach Norden in Richtung des bekannten Strands Agios Prokopios und weiter nach Agia Anna, wo es einen kleinen Hafen gibt.

Tinos
Tinos gehört zu den nördlichen Kykladen und ist nach Naxos und Andros die drittgrößte Insel der Gruppe. Sie liegt zwischen Syros, Andros und Mykonos. Tinos ist ein wichtiges religiöses Zentrum Griechenlands. Jedes Jahr wird die „Insel der Jungfrau Maria“ von Tausenden aus Griechenland und dem Ausland besucht.
Neben den bekannten Wundern der Jungfrau Maria bietet die Insel viel Natur und Sehenswürdigkeiten: lange Sandstrände, authentische kykladische Landschaften und kleine traditionelle Dörfer mit vielen Kapellen. Auch die Ruinen des antiken Tempels von Poseidon und Amphitrite zeigen die historische Bedeutung von Tinos als religiöses Zentrum.
Mit dem Boot kannst du in der Hauptbucht von Panormos Bay und in Isternion ankern.